Willkommen!

Zwei Flaschen Bietigheimer Verjus

Herzlich Willkommen beim Bietigheimer Verjus-Weingut Grimm!

Auf unserer Website möchten wir unsere Leidenschaft für den Steillagen-Weinbau mit Ihnen teilen und Ihnen unseren Bietigheimer Verjus, die wiederentdeckte Würz-Essenz aus grünen Trauben, vorstellen. Von unserer Streuobstwiese kommt der naturbelassene Bietigheimer Apfelsaft und unser Apfelwein mit Speierling.

Hier unter 'Neuigkeiten' finden Sie den aktuellen Stand der Rebenentwicklung und bekommen einen Einblick, was auf dem Weinberg los ist und welche Arbeiten im Lauf des Weinjahres in Weinberg und Keller getan werden. So können Sie uns über die Saison begleiten und erfahren vielleicht das eine oder andere Wissenswerte.

Neuigkeiten

Nistkästen

Sozialer Singvogel-Wohnungsbau

Es wird Frühling! Die Singvögel sind schon fleißig am Balzen und auf der Suche nach Nistmöglichkeiten. Von insgesamt 5 Nistkästen haben wir heute, Mitte März, die ersten drei auf unserer Streuobstwiese aufgehängt. Die beiden anderen folgen alsbald, denn es ist ja höchste Zeit. Drei Stück waren schon vorhanden und so langsam sind dann die Möglichkeiten ausgeschöpft. Man liest immer wieder, dass zwischen zwei Nistkästen mindestens 10 Meter Abstand gehalten werden sollten, damit sich die Brutpaare nicht ins Gehege kommen und genügend Futter finden. Anderenorts sind aber teils mehrere Kästen an einem Baum und die Vögel scheint es nicht zu stören. Wenn die Streuobstwiese "voll" ist, hängen wir noch ein Paar Kästen auf den Weinberg, da ist auf jeden Fall noch Platz und Kerbtiere finden die Vögelchen dort sicherlich auch in ausreichender Zahl zum Verfüttern an die Jungen.

Nistkästen Nistkästen

Nach der Nistkasten-Aktion hieß es dann noch vorankommen mit dem Rebschnitt, dabei schaute die Sonne mysteriös zwischen den Wolken hervor. Wie immer sah es in echt schöner aus als auf dem (leicht gefilterten) Foto.

Abendsonne am Weinberg

Von mancherley guoter spise
Wechselausstellung zum Thema Ernährung im Mittelalter
20. September bis 04. Oktober 2015

Verjus war ja schon im Mittelalter bekannt, aber was wissen wir denn sonst so über über Ernährungsgewohnheiten und Rezepte aus dem Mittelalter? Das Speisenangebot auf Mittelaltermärkten oder gar "Rittermahlen" ist da oft nicht sehr authentisch und hat wenig mit dem zu tun, was im Mittelalter tatsächlich zubereitet und gegessen wurde.

Im Klostermuseum in Steinheim an der Murr findet an den kommenden Sonntagen eine Ausstellung zu diesem Thema statt. Unter anderem mit einem kleinen mittelalterlichen Bauernmarkt, Kostümführungen mit Imbiss über "Speis und Trank der Bauersleut", von alten Obst-, Getreide und Gemüsesorten, von Fastenzeiten, von Alltags- und Festspeisen des Adels und über das kulinarische Klosterleben im Mittelalter. An einem Termin wird sogar ein Gastmahl mit 5 Gängen mit echten Rezepten aus dem Mittelalter angeboten. In der einen oder anderen Speise findet dabei auch unser Verjus Verwendung :-)

Am Eröffnungstag, dem 20. September findet in Steinheim übrigens auch die Kirchweih mit verkaufsoffenem Sonntag und weiteren Attraktionen statt.

Das Veranstaltungsprogramm kann hier herunter geladen werden: Programm Klostermuseum Stand 20.08.2015.pdf

Verkostungsnotizen: Tauberhase Mostrich - Ein Senf mit Verjus

Tauberhase Mostrich Detailfoto

Manchmal werden wir gefragt, ob wir nicht auch Senf mit Verjus herstellen. Roland hat es zwar schon schon einmal ausprobiert, aber das Ergebnis war alles andere als vorzeigbar, geschweige denn schmackhaft. Stattdessen war der selbstgemachte Senf einfach nur irrsinnig scharf. Wir geben zwar nicht auf und wollen es wieder einmal versuchen, aber vorerst bleibt es bei diesem Versuch ;-)

Laut Wikipedia und vielen anderen Internet-Quellen wird der originale Dijon-Senf mit Verjus anstatt mit Essig hergestellt. Vielleicht war es früher tatsächlich einmal so, aber bisher haben wir noch keinen einzigen Dijon-Senf gefunden, bei dem das auch wirklich der Fall ist. Sämtliche (auch hochpreisige) Dijon-Senfe, deren Zutatenliste wir bisher in Läden studiert hatten, enthielten Brantweinessig und keinen Verjus - auch nicht in Frankreich.

Nun haben wir vor kurzem einen Senf entdeckt, der tatsächlich mit Verjus (wenn auch nicht ausschließlich) hergestellt wird und probiert: Tauberhase Mostrich von den Tauberhasen in Rothenburg ob der Tauber

Ein Glas Tauberhase Mostrich

Wie beschreibt man eigentlich einen Senf? Ein Versuch: Der Mostrich war wirklich eine Überraschung, denn so einen Senf haben wir zuvor noch nie probiert. Ein Dijon-Senf ist er natürlich nicht, sondern eher ein süßer, leicht scharfer Senf mit Honig. Die Senfkörner sind grob gemahlen und manche sogar noch ganz am Stück und zerplatzen beim Draufbeißen leicht. Ein recht lustiges Gefühl im Mund. Damit kann man bestimmt für überraschte Gesichter sorgen, wenn man Gäste bekocht ;-) Gegen kräftig gewürzte Speisen setzt der Senf sich nicht so stark durch, aber z.B. zu Weißwürsten passt er sicher prima. In einem Satz würden wir sagen: Schön ausgewogen, nicht zu süß, nicht zu scharf und doch ist von beidem genügend vorhanden.

Ob der Mostrich bei Histaminintoleranz geeignet ist, können wir leider nicht beurteilen. Er enthält neben Verjus ja auch Essig. Und auch Senf selber ist bei manchen Menschen mit Histaminintoleranz ein weniger gut verträgliches Gewürz, während andere ihn vertragen. Da hilft wahrscheinlich nur, wie so oft, mit einer kleinen Menge selbst ausprobieren. Super lecker ist er allemal!

Rezept: Heiße Tage, Kalte Suppe: Gazpacho mit Verjus

An "Hundstagen" wie heute, Ende Juni / Anfang Juli 2015 bleibt bei uns gerne einmal die Küche kalt damit es in der Wohnung nicht noch heißer wird. Dann gibt es eine kalte Suppe frei nach der Andalusischen Gaszpacho, verfeinert mit etwas Verjus. Schön leicht und erfrischend als Vorspeise im Sommer oder mit einer Einlage als Hauptmahlzeit.

Zutaten für Gazpacho mit Bietigheimer Verjus

Zutaten:

  • Mixer oder Pürierstab
  • 1 Salatgurke
  • 3 große Tomaten
  • 3 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 ml Bietigheimer Verjus
  • Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Kräuter und Gewürze nach Geschmack. Hier Z.B. Rosmarin, Thymian und Petersilie

Die Mengenangaben sollen nur ein Anhaltspunkt sein, je nachdem, was man gerade im Kühlschrank hat und wie groß der Mixer ist, lässt sich das Rezept problemlos variieren.

Zutaten für Gazpacho mit Bietigheimer Verjus
  1. Die Gurke, Zwiebel und Knoblauch schälen, das restliche Gemüse waschen.
  2. Alles grob würfeln und nach und nach im Mixer pürieren. Am Anfang sieht es nicht so aus, als würde alles hinein passen, aber gerade die Paprika verlieren unheimlich viel Volumen, wenn sie erst einmal püriert sind.
  3. Verjus, Öl, Salz, Pfeffer, Kräuter und Gewürze dazu geben und nochmals kurz pürieren.
  4. Fertig. Als Suppeneinlage nehmen wir manchmal Reis, Buchweizen oder ganz fein gehackte Paprika Stücke oder auch getoastete Brotwürfel. Dann ist es aber natürlich keine Rohkost mehr ;-)

Alles Gute zum Nikolaustag und einen schönen 2. Advent!
Mit Tee und Stollen mit Verjus-Glasur.

Was gibt es Schöneres, als den zweiten Advent mit einem heißen Tee und etwas zum Naschen zu genießen? Bei uns gab es vegane Stollenwürfel mit Verjus Glasur.

Stollenwürfel mit Verjus-Zuckerglasur

Unsere neueste Erfindung für die Weihnachtsbäckerei. Für die Glasur einfach 100 g Puderzucker mit 15 ml Verjus glatt rühren - ein Hauch von Weinlese im Dezember. Am besten lässt sich die Glasur verarbeiten, wenn sie erwärmt wird. Profis verwenden ein Wasserbad, aber ganz einfach geht es auch, wenn man das Schälchen mit der Glasur auf eine Tassse mit heißem Wasser stellt. So lässt sich die Glasur leichter anrühren und sie erstarrt erst, sobald man sie auf die Plätzchen, Kuchen oder Stollen gibt.

Dezemberlicht

Dezemberlicht

Zum Jahresabschluss eine Impression vom Weinberg bei tief stehender Sonne. Die Kamille blüht selbst jetzt noch nach den ersten leichten Frösten. Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Von Lena und Roland.

Lese des Bietigheimer Verjus 2013

So, der Weinberg ist geplündert und es gibt wieder frischen Verjus. Bei Interesse, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen uns an. Hier ein Paar Impressionen von der Ernte:

Kurz nach Sonnenaufgang geht es los:

Bietigheimer Verjus Lese 2013 Bietigheimer Verjus Lese 2013

Trauben...

Bietigheimer Verjus Lese 2013

... eine schöner als die andere...

Bietigheimer Verjus Lese 2013

Die Presse voller Trauben. Gleich geht es los:

Bietigheimer Verjus Lese 2013

Die ersten Tropfen Verjus Jahrgang 2013:

Bietigheimer Verjus Lese 2013

Die ersten Liter sind noch so etwas von grün.

Bietigheimer Verjus Lese 2013

Die ausgepressten "Trester" geben noch einen guten Kompost:

Bietigheimer Verjus Lese 2013

Grüne Traube im Juli

Grüne Traube im Juli

Hier sieht man eine prächtige Traube aufgenommen im Juli, etwa 2 Wochen vor der Lese.

Wie viel Fructose enthält Verjus?

Wir wurden immer wieder von Fruktoseintoleranz-Geplagten gefragt, ob und wie viel Fruktose in unserem Verjus enthalten ist. Inzwischen haben wir einen Winzer mit eigenem Labor gefunden, der die Analyse freundlicherweise für uns durchgeführt hat. Hier nun die Ergebnisse:

  • Fructose: 6,1 Gramm pro Liter
  • Glucose: 15,3 Gramm pro Liter

Zur Einordnung dieser Messwerte: Für eine Portion Salat, nehmen wir einen Esslöffel Verjus, das sind laut Wikipedia ca. 15 ml. In einer Portion sind demnach nur 92 mg (0,092 g) Fruktose enthalten. Für Diabetiker könnte vielleicht der zweite Wert interessant sein: Der Gehalt an Glucose (Traubenzucker). In einem Esslöffel Verjus wären demnach 230 mg (0,230 g) Glucose enthalten.

Wildblumen auf dem Weinberg

Hier einmal ein paar Impressionen von Wildblumen auf dem Weinberg, die hier dank des Verzichts auf Herbizide gedeihen.

Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg Wildblumen auf dem Weinberg

Was ist denn da los?

Zwei Schnecken. Was ist denn da los?
Speierling Blüten

Speierling Blüte

Dieser Speierling-Baum auf unserer Streuobstwiese hat sich viele Jahre lang Zeit gelassen mit dem Blühen, aber dieses Jahr war es endlich so weit. Mal sehen, ob er auch Früchte tragen wird.

Frühlingsblüten am Bergweg

Frühling am Bergweg

Wer Adleraugen hat, erkennt vielleicht sogar das Ingersheimer Windrad, das im Bildhintergrund gerade aufgebaut wird.

Kürbis und Verjus

Rezept: Schnelle Kürbissuppe mit Verjus

Heute mal ein einfaches schnelles Rezept für eine leckere Kürbissuppe, bei der der Verjus gut zur Geltung kommt. Die Mengenangaben sind für 3-4 Portionen, dienen aber eher zur Orientierung. Je nach gewünschtem Geschmack und Konsistenz braucht man etwas mehr oder weniger Brühe.

Zutaten:

  • Mixer oder Pürierstab
  • 1 Kürbis (z.B. Sorte Butternut) ca. 500 g
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe
  • Tomatenmark
  • Pflanzenöl
  • Zucker
  • Bietigheimer Verjus
  • Salz und Pfeffer
  • (Kürbiskernöl)
Kürbis schneiden
Kürbisstücke
  1. Kürbis schälen und halbieren. Die Kerne mit einem Löffel entfernen. Den Kürbis in kleine Stücke schneiden. Die Größe der Stücke hängt davon ab, was der Mixer verarbeiten kann.
  2. Den Zucker in den Topf geben und leicht braun werden lassen, dann etwas Pflanzenöl, die Kürbisstücke und 1 EL Tomatenmark dazu geben und alles kurz unter rühren anschwitzen.
  3. Mit Gemüsebrühe ablöschen und mit geschlossenem Deckel ca. 20-30 Minuten bei geringer Hitze köcheln.
  4. Wenn die Kürbisstücke weich sind, wird das ganze püriert (vorsicht heiß!) und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Dann nochmals kurz aufkochen. Ist die Suppe zu dickflüssig, mit etwas Brühe oder Wasser verdünnen.
  5. Mit Verjus abschmecken, je nachdem wie sauer man es mag. Wir geben so lange Verjus dazu, bis man ihn gerade so eindeutig herausschmeckt.
  6. In Suppenteller füllen und (falls vorhanden) mit einem Spritzer Kürbiskernöl dekorieren.

Guten Appetit!

Kürbissuppe mit Verjus

Die Laborergebnisse der Histaminuntersuchung sind da

Wir wurden immer wieder von Menschen, die an einer Histamin-Intoleranz leiden, gefragt, ob unser Verjus frei von Histamin ist, bzw. wie viel Histamin er enthält. Bisher konnten wir darauf immer nur die Antwort geben, dass er eigentlich kein Histamin enthalten dürfte und histaminintolerante Personen ihn immer sehr gut vertragen. Nach längerer Suche konnten wir schließlich ein Labor finden, dass die Untersuchung des Histamingehalts anbietet und heute kamen endlich die Ergebnisse an: Der Histamingehalt liegt unter der Nachweisgrenze von 0,25 Milligramm pro Liter! Man kan unseren Bietigheimer Verjus also mit gutem Gewissen als histaminfrei bezeichnen. Das bestätigen auch die Rückmeldungen histaminintoleranter Damen und Herren, die uns ausnahmlos bestätigt haben, dass sie ihn sehr gut vertragen. Siehe auch die Kommentare unter Verjus.

Update: Laktonova war diese Meldung sogar wieder einen schönen Artikel wert: Essigersatz Verjus: Kein Histamin nachweisbar

Bietigheimer Apfelsaft 2011

Das wunderbare spätsommerliche Wetter nutzen wir, um den diesjährigen Apfelsaft zu machen. Hier ein Paar Impressionen. Beinahe hätte nicht alles auf den Anhänger gepasst. Wer soll das bloß alles trinken? :-)

Foto von der Streuobstwiese Foto vom Porsche AP17 Traktor
Foto Anhänger voller Äpfel Foto Apfelsaft Bag in Box Stapel

Reben-Dickicht vor dem LaubschnittUnd so sieht es zur Zeit, unmittelbar vor dem Laubschnitt, auf dem Weinberg aus - ein richtiger Dschungel. Im Juli wachsen die Reben einfach wie verrückt.

Der Bietigheimer Most 2010 ist fertig

Bietigheimer Most im 50 Liter GlasballonUnser Apfelwein mit Speierling Jahrgang 2010 ist trinkreif und wir haben den Tag genutz, ihn vom 50 Liter Glasballon, in dem er reifte, in Flaschen zu füllen - lecker!

Apfelwein

Aus dem Apfelsaft von unserer Streuobstwiese am Ortsrand von Bietigheim, keltern wir im Spätherbst einen feinen Apfelwein. Dieses traditionelle Getränk wird in Schwaben 'Apfelmost' oder einfach nur 'Most' genannt, in Hessen 'Ebblwoi' und im Saarland heißt er 'Viez'. Die Herstellung von Apfelwein ähnelt sehr der Weinbereitung, aber der Apfelwein enthält weniger Alkohol als Wein und ist ein tolles Erfrischungsgetränk für den Sommer - besonders spritzig als Schorle mit Mineralwasser verdünnt.

Speierling

Speierling-Früchte

Als besondere Zutat erhält unser Most eine kleine Zugabe Speierlingsaft. Der Speierling ist eine leider selten gewordene Baumart, die auch wegen Ihres wertvollen Holzes sehr geschätzt ist. Aber auch die winzig kleinen, birnenförmigen Früchte sind sehr begehrt für die Mostherstellung! Der adstringierende Saft verleiht dem Most eine leicht herbe Note und rundet ihn schön ab.

Artikel bei Laktonova

Nach dem Bericht in der Bietigheimer Zeitung erscheint auch bei Laktonova ein sehr schön geschriebener Artikel über unseren Bietigheimer Verjus: Verjus: Alternative zu histaminreichem Essig? Laktonova ist ein Portal mit vielen Informationen für Menschen mit Histaminintoleranz, Laktoseintoleranz, Fruktose-Intoleranz, und anderen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.

Bietigheimer Verjus in der Zeitung

Pünktlich zur Lese des 2011er Verjus berichtete die Bietigheimer Zeitung am 27.7.2011 über unseren Verjus! Wir fühlen uns natürlich sehr geehrt (auch wenn Lena keine Erwähnung fand) und freuen uns, dass so auch Menschen, die vielleicht keinen Internet-Zugang besitzen, vom Verjus erfahren.

Vorschaubild Zeitungsartikel über Bietigheimer Verjus
frisch gebogene Reben und Demonstranten

Rebschnitt und Menschenkette

Der Kordonschnitt im letzten Jahr hat sich nicht wirklich bewährt - zumindest bei der Sorte Trollinger. Wir hätten es ja eigentlich wissen müssen, aber "probieren geht über studieren", wie Oma zu sagen pfegt. Darum gehen wir dieses Jahr wieder zurück zum üblichen Bogenschnitt. Und nach getaner Arbeit steigen wir die Urbanstaffel hinunter, um uns in die Menschenkette für den Atomausstieg einzureihen, die direkt unter dem Weinberg vorbei führt.

Die Spätfröste im Mai sind bei uns glimpflich verlaufen. Ein Paar braune, eingerollte Blätter, und Triebe waren zum Glück alles. Die Wäme speichernden Trockenmauern haben hier vielleicht die entscheidenden Grade ausgemacht?

Eine Flasche der Pferdemarkt-Edition

Fensterln auf dem Bietigheimer Pferdemarkt & Der Wein zum Pferdemarkt

Dieses Jahr sind wir wieder auf dem Pferdemarkt aktiv - wir "fensterln" ;-): Von Samstag bis Montag ist bei uns sozusagen Tag des offenen Fensters. Durch ein Fenster zur Straße bieten wir unseren Bietigheimer Verjus und unsere Weine zum Kauf an. Passend zum Anlass haben wir eine Pferdemarkt-Sonderedition unseres 2009er-Rotlings aufgelegt, die es nur auf dem Pferdemarkt zu kaufen geben wird. Zu finden sind wir in der Holzgartenstraße, gleich neben dem Ungarischen Restaurant der Partnerstadt Szekszárd, die dieses Jahr wieder in unserem Gewölbekeller zu Gast ist. Außerhalb unserer Öffnungszeiten gibt es unsere Produkte auch bei unseren ungarischen Freunden zu kaufen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unser Fenster auf dem Pferdemarkt (wer den Schreibfehler findet, darf ihn behalten)

UPDATE: Und wieder geht ein ein Pferdemarkt zu Ende. Wir haben mit unseren Gäste viele interessante Gespräche rund um Wein, Most, Speierling, dies und das geführt und einige Aufklärungsarbeit über Verjus geleistet: So mancher hat bei uns zum ersten Mal vom Grünsaft erfahren und natürlich gab es auch etwas zum Probieren. Die eine oder andere Flasche hat dabei auch den Besitzer gewechselt :-). Auch John Wayne und die tapferen Soldaten vom „Infanterie Regiment Alt-Württemberg Nr. 121“ schauten auf ein Gläschen Wein vorbei.

Freiwein für das Infanterie Regiment Alt-Württemberg Nr. 121 Wein-Schorle to-ride
Grüne Traube bei der Verjus-Lese Bietigheimer Verjus frisch abgefüllt

4. August 2010: Lese des Verjus

Der Jahrgang 2010 steht bei uns ganz im Zeichen des Verjus und heute haben wir das trockene Wetter genutzt, um die grünen Trauben zu ernten. Den kleinen Ertrag von knapp 100 kg Trauben füllten wir in Körbe und verarbeiteten ihn am Nachmittag gleich weiter. Nach dem Einmaischen und Pressen hatten wir etwa 60 Liter hellgrün schimmernden, frischen und herrlich saueren Verjus gewonnen. Da wir "nur" einen Schichtenfilter besitzen, der für diesen Zweck nicht gerade ideal geeignet ist, bereitete das Herausfiltern des Trubes einige Schwierigkeiten, aber am Ende eines langen Tages war der Verjus sicher in 95 kleinen Halbliter-Flaschen untergebracht.

Übrigens: Auf die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und Düngern im Weinberg haben wir komplett verzichtet, und der Verjus enthält auch keinerlei Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel!

4. Juli 2010: Wein, Apfel-Secco und kühle Getränke am Joe Cocker-Konzert

Am 4. Juli spielt Joe Cocker mit seiner Band live auf dem Festplatz in Bietigheim. Alle Musikfreunde, die das Konzert als Zaungäste genießen möchten, sind herzlich eingeladen, uns in unseren kleinen "Weingarten" zu besuchen. Auf ein Glas Wein, einen prickelnden Apfel-Secco oder kühlen Apfel- und Traubensaft - natürlich alles aus eigenem Anbau. Besonders freuen wir uns, dass es zum ersten Mal den 2009er zum Probieren geben wird, den wir gerade erst frisch vom Fass in die Flaschen gefüllt haben!

Bild vom Weinausschank am Abend des 4. Juli 2010

Update: Entgegen des trüben Wetterberichts hatten wir Glück und es wurde ein wunderschöner warmer Sommerabend. So warm sogar, dass unsere Kühlschränke kaum mit dem Kühlhalten der Weine und Wasserflaschen hinterherkamen. Wir haben uns sehr über die vielen Gäste und ihre ausnahmslos positiven Rückmeldungen gefreut.

1. Juli 2010: Der 2009er wird in Flaschen gefüllt

Edelstahltanks, Pumpe und SchichtenfilterEs ist immer etwas Besonderes, wenn wird einen Wein, den wird einen Sommer lang auf dem Weinberg gehegt und gepflegt haben und der über den Winter Monate lang im Fass gerefit ist, in Flaschen füllen. Auf der einen Seite freut man sich, weil der gesamte Prozess der Weinherstellung mit dem Verkorken der Flaschen abgeschlossen ist. Auf der anderen Seite hat man ab dem Moment keinerlei Möglichkeit mehr, Einfluss zu nehmen - die weitere Entwicklung macht der Wein ganz allein.

Flaschen auf dem AbtropfgestellNach gründlicher Planung und Vorbereitung und einem Tag Arbeit war dann der 2009er in etwa 80 Dreiviertelliter-Flaschen gefüllt und alle Tanks und Geräte gereinigt. Entscheidend ist, alle Geräte, die mit dem Wein in Berührung kommen, peinlich sauber zu halten. Vor der Abfüllung wird alles eine halbe Stunde lang mit kochend heißem Wasser sterilisiert so dass es zu keiner Nachgärung in der Flasche kommen kann. Den Wein selbst erhitzen wir nicht, sondern füllen ihn "kaltsteril" ab. Das bedeutet, er fließt, kalt wie er ist, durch einen Schichtenfilter, der so fein ist, dass sogar Hefen und Bakterien zurückgehalten werden. Auf dem Foto kann man den ganzen Aufbau sehen: Links das Fass, in dem der Wein die letzten Monate gereift ist, unten die Pumpe und darüber der besagte Schichtenfilter. Das zweite Bild zeigt die sauberen Flaschen beim Abtropfen, die darauf warten befüllt zu werden.

Eine erste Verkostung am Abend nach getaner Arbeit war schon recht vielversprechend, wobei der Wein einen etwas verschlossenen Eindruck machte. Das war aber auch nicht anders zu erwarten, denn die Abfüllung ist auch für den Wein eine rechte Strapaze und er braucht einige Tage, um zu seiner alten Form zurück zu finden.

5. Juni 2010: Kletterschlange auf dem Weinberg

Kletternde Ringelnatter auf dem WeinbergNützlinge sind bei uns auf dem Weinberg ja immer willkommen! Diese Ringelnatter trat, gestört durch den Rückschnitt der Begrünung, die Flucht nach oben an. Man beachte die kunstvolle Verrenkung, mit der sie sich selbst an dem Zweig festknotete.

8. April 2010: Rebschnitt - Öfter mal 'was neues!

Der Frühling naht, im Weinberg blühen die 'Bauernbüble' und da wir dieses Jahr wieder das eine oder andere Neue ausprobieren wollen, haben wir den Weinberg auf Kordonschnitt umgestellt. Dabei bleiben die Bogreben vom Vorjahr erhalten und wir schneiden nur den Neuaustrieb auf ein Auge zurück.

Traubenhyazinthen

Der kleine Igel Ignatz - Unser stacheliger Wintergast

Es ist Winter und es gibt zur Zeit nichts Neues vom Weinbau zu berichten. Stattdessen wollen wir auf dieser Seite in Blog-Form ein wenig von unserem putzigen kleien Wintergast erzählen: Ignatz dem Igel

Der kleine Igel Ignatz am ersten Tag

2. Februar (1. Tag)

Gegen Abend klingelte das Telefon: Rolands Vater, Ebo Grimm, hatte einen kleinen Igel gefunden, der am hellichten Tag und bei Minusgraden versucht hatte, eine Straße zu überqueren. Lena liebt ja Viecher über alles und war sofort begeistert: Wir nehmen den kleinen bei uns auf! Bevor wir ihn abholten, noch kurz im Internet gestöbert, was es im Groben zu wissen gibt, wenn man einem Igel im Winter helfen will (an dieser Stelle seien besonders die Webseiten von "Pro-Igel" empfohlen):

  • Der Igel ist ein Nachttier und wenn einer am Tag unterwegs ist, ist das ein starkes Zeichen dafür, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
  • Füttern kann man Igel mit Hunde- und Katzenfutter, gekochten Eiern und Wasser (keine Milch!)
  • Er braucht jetzt erst einmal Wärme und muss bei Zimmertemperatur gehalten werden, damit sein Stoffwechsel vom Winterschlaf auf "Fress-Modus" umschalten kann.
  • Als Gehege braucht man einen großen Karton und als Schlafhäuschen einen kleinen Karton mit einer Öffnung, der mit geknülltem Zeitungspapier ausgepolsterten wird.

Nach der kurzen Internet-Recherche fuhren wir den kleinen Igel abholen: Ein müdes, kleines, stacheliges Häufchen Elend voller Flöhe und Zecken in einem Schuhkarton. Zum Glück hatte er keine äußerlichen Verletzungen. Lena taufte ihn "Ignatz" und beschloss, ihn vorerst mit zu uns nach Hause zu nehmen. Dort stellten wir ihn mit seinem Karton in die Nähe der Heizung und gaben ihm Hundefutter und Wasser.

2. Tag - Es Rappelt im Karton

Der kleine Ignatz hat in der Nacht seinen Karton und sein Schlafhäuschen nach seinen persönlichen Vorstellungen umgestaltet und uns dabei mehr als einmal aufgeweckt mit seinem Schmatzen, Kratzen, Klappern - und Husten. In unregelmäßigen Abständen gab der handflächengoße Igel einen Husten von sich, der einem Kettenraucher zur Ehre gereicht hätte. Offenbar ist der Kleine krank, aber immerhin hat er sein ganzes Hundefutter und ein halbes Ei aufgefressen und stürzte sich sogleich mit großem Appetit auf die nächste Portion.

Gleich am Morgen vereinbarten wir einen Termin mit einer Tierärztin, die leider erst am Abend Zeit hatte. Den ganzen Tag über fraß der kleine Ignatz wie ein Scheunendrescher, aber auch sein Husten schien schlimmer zu werden. Weitere Suchen im Internet ergaben, dass Husten bei Igeln wohl sehr häufig vorkommt und zwar als Folge von Befall mit Lungenwürmern, der aber zum Glück mit den richtigen Medikamenten gut behandelt werden kann. Sehr gute Infos findet man wie oben schon geschrieben im Internet bei Pro-Igel.

Die Tierärztin behandelte Ignatz freundlicherweise kostenlos, nahm eine Kotprobe, um den Parasitenbefall zu bestimmen, gab ihm ein Antibiotikum und lies ihre Helferin den Igel mit "Frontline" besprühen, was alle Flöhe zur panischen Flucht veranlasste! Der nächsten Arzttermin ist am Freitag.

Seltsamerweise wurde Ignatz in der Tierarztpraxis nicht gewogen, was wir zuhause nachholten: Mit 350 Gramm ist Ignatz eindeutig zu leicht und hätte den Winter mit Sicherheit nicht überlebt - Glück gehabt :-)

Damit er sein Wasser nicht mehr dauernd verschüttet, haben wir ihm dann noch ein neues Schälchen gekauft.

3. Tag

Ignatz frisst weiterhin jede Menge (besonders gerne mag er sein hartgekochtes Ei) und liegt den ganzen Tag, alle Viere von sich gestreckt wie ein Bärenfell, in seinem Karton, aber sein Husten ist leider kein bisschen besser geworden. Wir machen uns große Sorgen um den kleinen, vor allem, wenn dieses winzige Viech Nachts vor sich hin hustet :-( Hoffentlich bekommt er morgen von der Tierärztin das Entwurmungsmittel, damit seine Lunge endlich von den Würmern befreit wird.

4. Tag

Heute waren wir zum zweiten Mal bei der Tierärztin, die ihm wieder ein Antibiotikum spritzte. Sie hatte im Kot allerdings keine Parasiten gefunden, und sagte, es sei nicht nötig, Ignatz zu entwurmen. Wir kamen uns in dieser Praxis nicht besonders gut beraten vor, denn alle erfahrenen Igel-Experten im Internet betrachten Husten bei Igeln als eindeutiges Symptom von Lungenwürmern. Aber eigentlich sollte die Tierärztin doch wissen, was sie tut - oder nicht?

Lena erweiterte heute Ignatz' Gehege um einen weiteren Karton, der mit einem Schlupfloch an seinen Karton angeklebt ist.

Da der Husten sich kein bisschen gebessert hat, fragten wir im Igel-Forum um Rat - und der fiel eindeutig aus: "Ignatz muss dringend entwurmt werden - sucht euch einen anderen Tierarzt!" Nur wer in Bietigheim kennt sich aus mit Igeln?

5. Tag

Ignatz' Husten ist schlimmer geworden und er hat seinen bisher gesegneten Appetit verloren - wir sind langsam am verzweifeln. Ansonsten macht er aber einen recht munteren Eindruck. Der Winterschlafinstinkt ist trotz Zimmertemperatur so ausgeprägt, dass er sein Nest bis oben hin mit Küchenpapier vollstopft.

6. Tag

Uns fällt ein Stein vom Herzen: Auf unser Posting im Igel-Forum hat sich Winnie bei uns gemeldet, die zuhause eine kleine Igelstation betreibt. Sie hat angeboten, den kleinen Ignatz zur Entwurmungskur für ein paar Tage bei sich aufzunehmen. Wir sind dann gleich zu ihr gefahren und haben ihr den Kleinen gebracht: Winnie ist sehr nett und kennt sich bestens mit der Pflege von Igeln aus - hier ist Ignatz in guten Händen :-) Trotzdem fiel der Abschied ein bisschen schwer, aber wir würden ihn ja in ein Paar Tagen wieder bekommen und Winnie wird uns per E-Mail und Telefon auf dem Laufenden halten, wie es mit dem kleinen Ignatz weitergeht.

8. Tag

Im Gegensatz zur Tierärztin hat Winnie unter dem Mikroskop übrigens sehr wohl Parasiten in Ignatz' Kot entdeckt, und zwar nicht gerade wenige! Gestern hat er endlich seine erste Entwurmungsspritze bekommen, aber leider entfaltet das Mittel nicht seine erhoffte appetitanregende Nebenwirkung - er rührt sein Futter immernoch nicht an. Er bekommt deswegen mit einer Spritze eine "Päppelnahrung" direkt ins Mäulchen.

Aktuelles Gewicht: 388 Gramm.

9. Tag

Heute Nacht hat Ignatz wenigsten ein gekochtes Hühnerflügelchen verputzt - alles andere hat leider weiterhin stehen lassen. Weil er nicht ordentlich frisst, kann Winnie ihm die Entwurmungsmittel nicht wie geplant geben, sondern muss behutsamer vorgehen - und ihn weiterhin 5 mal pro Tag "Zwangsernähren". Wahrscheinlich muss er noch ein paar Tage länger in der Igelstation bleiben.

10. Tag.

Ignatz geht es etwas besser und Winnie zieht alle Register, ihn zum Fressen zu animieren - und hat dabei etwas entdeckt, was er mag: Lebendige Schwarzkäferlarven! Von denen darf er aber nicht so viele essen, wie er gerne würde.

Mittlerweile wiegt er 435 Gramm :-)

Ignatz in Bettvorleger-Pose

11. Tag

Dem kleinen Igel geht es ganz gut, und er bringt jetzt 493 Gramm auf die Waage. "Seine Wählerischkeit" hat den Speiseplan auf Hühnchenflügel, Rührei und Hackfleisch erweitert. Sein Husten bessert sich nur langsam.

12. Tag

Heute wiegt Ignatz 496 Gramm und frisst mittlerweile zusätzlich auch Avocado und Mozarella.

16. Tag

Heute war der letzte Tag der Entwurmungskur und wir durften unseren kleinen Igel endlich wieder abholen. Er wiegt nun über 600 Gramm und ist kaum wiederzuerkennen - dick und rund, wie man sich einen Igel vorstellt :-) Da er immernoch etwas hustet und beim Atmen auch noch Geräusche macht, müssen wir ihm in den kommenden Tagen noch Hustensaft (getarnt in seiner Päppelnahrung) verabreichen. Er soll nun noch mindestens 10 Tage im Warmen bleiben und sich noch mehr Speck anfressen, bevor er dann wieder in seinen Winterschlaf zurückkehren darf.

17. Tag

Ignatz hat sich schnell wieder bei uns eingelebt. Erfreulicherweise frisst er auch sein Hundefutter wieder mit Vergnügen :-) Von seinem Hustensaft hält er aber ganz und gar nichts, da braucht Lena einige Geduld, bis er die wenigen Milliliter aus der Spritze gefressen hat. Nur für die Kamera hat er eine Ausnahme gemacht und sogar die Spritze angegriffen. Sein aktuelles Kampfgewicht: "Teuflische" 666 Gramm!

18. Tag

Weiterhin frisst und schläft Ignatz den ganzen Tag und wog heute abend 686 Gramm. Sein Husten ist leider immer noch nicht ganz verschwunden.

19. Tag

Den Hustensaft musste sich Ignatz heute zum letzten Mal gefallen lassen und - kaum zu glauben - er hat seit gestern 70 Gramm zugenommen auf 755 Gramm!

20. Tag

Heute hat Ignatz nicht zugenommen, was gar nicht so schlecht ist, denn sein Winterschlafgewicht hat er ja schon erreicht und allzu fett muss er ja nicht unbedingt werden :-)

21. Tag

Der kleine dicke Igel hat heute scheinbar einen mürrischen Tag und war beim Wiegen besonders angriffslustig - seine Zähne und Stacheln sind zwar schmerzhaft aber ungefährlich. Und selbst mit seiner schlechten Laune, fauchend und schimpfend ist er einfach nur putzig :-). Bei heutigen Video kann man auch an einer Stelle sein Husten hören. Hoffentlich hört das bald auf! Und wieder ist er ein bisschen schwerer: 773 Gramm.

26. Tag

Das Frühlingswetter kommt diesem Plan zwar nicht unbedingt entgegen, aber eigentlich soll Ignatz noch ein wenig Winterschlaf halten. Dafür bekommt er ein gemütliches Häuschen, das wir morgen einweihen wollen. Dick genug ist er jetzt auf alle Fälle mit seinen 810 Gramm.

29. Tag

Das Winterschlafhaus für Ignatz den Igel Eigentlich war ja der Umzug schon gestern vorgesehen, aber wir wollten Ignatz nicht gleich an seinem ersten Abend im Freien dem Sturm "Xynthia" aussetzen. Die neue Umgebung ist wahrscheinlich schon stressig genug für ihn. Aber heute ist Ignatz in seine gemütliche 2-Zimmer-Igelwohnung auf der Terasse eingezogen: Ein Eckregal mit Tür, in das wir in Boden und Zwischenboden jeweils eine Öffnung mit 10 Zentimeter Durchmesser gebohrt haben. Das Schlafzimmer ist mit reichlich zerknülltem Zeitungspapier als Nestmaterial ausgepolstert und im Vorraum steht ein wenig Futter und Wasser bereit, falls Ignatz doch mal aufwacht. Das ganze steht zur zusätzlichen Isolierung auf einer Styrodur-Platte. Diese wollte Ignatz dann sogleich aufessen, so dass wir sie unter den Karton verlegten. Theoretisch sorgt die Kälte jetzt dafür, dass er wieder in den Winterschlaf fällt, aber eigenwillig wie Igel sind, kann es auch sein, dass er darauf keine Lust hat. Falls er nach einer Woche immer noch nicht schlafen sollte, holen wir ihn wieder ins Warme.

30. Tag

Tolles Timing :-/ Heute legen die Landschaftsbauer bei den Nachbarn richtig los mit Pflasterarbeiten und die Steinsäge läuft fast ununterbrochen. Ob ein Igel bei dem Lärm einschlafen kann?

18. April 2010 (Tag 75)

Seit heute ist Ignatz wieder auf freiem Fuß! Aber zunächst noch ein kurzes Update über die letzten Wochen: Zum Winterschlafen konnten wir Ignatz nicht mehr überreden und so verbrachte er die Zeit bis zum Frühling auf unserer Terasse und wurde jeden Tag noch ein bisschen dicker. Das Füttern seiner Vitamin-Zusatznahrung mit der Spritze hat sich überraschenderweise erledigt, denn Ignatz ist auf den Geschmack gekommen und schleckt das Becherchen, bis zum letzten Rest leer, wie das Foto zeigt.

Ignatz liebt mittlerweile seine Vitamine!

In der Zwischenzeit machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Lebensraum für unseren Igel und nach gründlicher Auswahl entschieden wir uns für ein malerisches Fleckchen Erde in einer Benjes-Hecke mitten in einem einem Landschaftschutzgebiet mit einem Bach, vielen Hecken und Schrebergärten, weit ab von viel befahrenen Straßen.

Mittlerweile ließ auch der Frühling sein blaues Band... und Ignatz wurde immer unruhiger, schnupperte in die milde Frühlingsluft und kratze die ganze Nacht an der Wohnungstür. Am Sonntag war dann die Zeit gekommen, von unserem lieb gewonnenen Gast Abschied zu nehmen. In der Abenddämmerung brachen wir den mittlerweile ganr nicht mehr so kleinen Ignatz zu seinem neuen Nest unter der Benjeshecke, das wir ihm mit etwas Heu ausstopften. Das Nest besichtigte Ignatz nur kurz und machte sich dann neugierig ans Erkunden der Hecke und Wiese. Ob ihr es glaubt oder nicht, er hat sogar ein Paar Purzelbäume gemacht, während es sich schnüffelnd immer weiter vom Nest entfernte, so gut gefiel es ihm!

Ignatzens neuer Lebensraum

In den nächsten Wochen legten wir ihm noch jeden Abend ein Ei oder etwas Hundefutter ins Nest, aber gesehen haben wir ihn nicht mehr... Alles gute Ignatz!

Die Videos funktionieren nur mit dem aktuellen Firefox-Browser. Benutzer anderer Browser können die Videos durch Klicken auf die Fotos herunter laden, um sie offline anzuschauen (z.B. mit dem VLC-Player).

31. Dezember 2009 - Glühwein und alkoholfreier Apfelpunsch beim Bietigheimer Silvesterlauf

Wie in den vergangenen Jahren feuern wir auch dieses Mal wieder die Athleten beim Bietigheimer Silvesterlauf an und versorgen frierende Zuschauer und Sportler mit unserem selbstgemachten Bietigheimer Glühwein und dem beliebten alkoholfreien Apfelpunsch (Kinderpunsch) aus unserem Bietigheimer Apfelsaft.

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2010!

Das weihnachtlich dekorierte Bietigheimer.de-Schaufenster

10. Dezember 2009 - Weihnachtliches Schaufenster zum Sternlesmarkt

Unser kleiner Laden

Rechtzeitig zum Sternlesmarkt der Stadt Bietigheim ist unsere weihnachtliche Schaufensterdekoration fertig geworden. Schauen Sie doch mal vorbei :-) Wir haben einen kleinen Laden eingerichtet, wo Sie unsere Weine und Apfelsaft probieren und erwerben können. Wir versuchen, in der Vorweihnachtszeit möglichst oft im Laden zu sein, aber um sicher zu gehen, dass auch wirklich jemand da, schreiben Sie uns doch einfach eine kurze E-Mail oder rufen Sie uns an. Im Bild zu sehen sind übrigens die letzten sechs Flaschen 2007er Blanc de Noirs. Jetzt schnell zugreifen, so ein Wein kommt nicht wieder! (Update: Mittlerweile sind es nur noch vier.)

Wo? Auf dem Hof von Rolands Vater in der Holzgartenstraße, gleich beim Bad am Viadukt.

Die letzten sechs Flaschen vom 2007er Blanc de Noirs

Wir wünschen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Die Bietigheimer Weinstube ist am Samstag (21. November) geöffnet

Wir laden Sie herzlich ein, am Samstag, den 21. November unsere Weinstube in der Holzgartenstraße 18 zu besuchen. Dort können Sie unsere Bietigheimer Weine und den Bietigheimer Apfelsaft für zu Hause oder als Geschenk erwerben oder auch einfach nur auf ein Gläschen im Gewölbekeller vorbeischauen.

18. November 2009 - Die neue Website ist online

Nachdem sich hier auf Bietigheimer.de schon länger nichts verändert hat, ist nun unsere neue Seite online mit neuem, freundlicherem Layout und vielen neuen Artikeln und Bildern. Wie gefällt Ihnen das neue Design?

Zeitaufwand für den Weinbau

Wahrscheinlich besonders interessant für alle diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, selbst in den Weinbau einzusteigen:

Um selbst einmal eine Vorstellung zu bekommen, wieviel Arbeit in einem Liter Wein steckt, notierten wir im Verlauf des Jahres 2009 jedesmal den Zeitaufwand, wenn wir von der Arbeit auf dem Weinberg kamen. Diese Tabelle zeigt das (ein wenig erschreckende) Ergebnis: Ingesamt 104 Stunden Arbeit stecken in den 65 Litern Wein, die wir dieses Jahr ernten konnten - also über 1,5 Stunden je Liter und dabei ist noch nicht einmal Ausbau im Keller eingerechnet. Würde man dann noch einen Stundenlohn einsetzen, müsste eine Flasche ja ... -lieber nicht dran denken ;-)

Indem wir auf das Halbieren der Trauben und die Grünlese verzichten würden, könnten wir zwar mit weniger Aufwand eine größere Menge Wein herstellen, aber das ginge natürlich auf Kosten der Qualität und unser Ziel ist es ja, die bestmögliche Qualität aus den Reben herauszukitzeln!

Winter 4,5 h Drahtanlage nachspannen, morsche Stickel ersetzen
11 h Rebschnitt
5,5 h Ruten biegen
April 1 h Pflanzenschutz
2,5 h Triebkorrektur: Überzählige Triebe werden abgestreift
Mai 2 h Pflanzenschutz
8 h Laubarbeiten: Die Triebe in die Drahtanlage eingefädelt und befestigt
Juni 6 h Pflanzenschutz
9 h Laubarbeiten: Gipfeln, Heften und entblättern der Traubenzone
1,5 h Stockaustriebe ausbrechen
Juli 8,5 h Pflanzenschutz
1 h Laubarbeiten
August 3 h Pflanzenschutz
10 h Trauben halbieren, Grünlese, Laubschnitt, Entblättern der Traubenzone
0,5 h Begrünung aussäen (Weißer Senf)
September
Oktober 4 h Lese vorbereiten
16 h Weinlese
10 h Abbeeren, Pressen, Aufräumen, Reinigen aller Geräte
Summe 104 h

3. Oktober 2009 - WeinleseReife Rieslingtrauben

Heute haben wir unseren 2009er gelesen und haben damit in Bietigheim die Riesling- und Trollingerlese eröffnet - mit 87 Grad Öchsle sind wir mit der Qualität sehr zufrieden. In Weinbaukreisen ist ja nach dem 2007er schon wieder von einem Jahrhundertjahrgang die Rede! Die Erntemenge war mit ca. 100 kg etwas enttäuschend - vielleicht haben wir es ein wenig zu gut gemeint mit dem Reduzieren der Erntemenge? Wir sind jedenfalls sehr gespannt, wie sich der neue Jahrgang im Keller entwickeln wird, und haben mit ihm wieder etwas Besonderes vor - lassen Sie sich überraschen!

18. September 2009 - Erfolg bei der Qualitätsweinprüfung

Heute gibt es einen Grund zum Feiern, denn ein jahrelang gehegter Wunsch ging heute in Erfüllung: Unser Blanc de Noirs war erfolgreich bei der Württemberger Qualitätsweinprüfung und ist nun ganz offiziell ein 'Qualitätswein'!

Wir sind natürlich unheimlich stolz und freuen uns, dass sich der zusätzliche bürokratische Aufwand gelohnt hat. Es ist ein schönes Gefühl, dass unser selbst gemachter Wein, auch die versammelten Fachleute überzeugen kann - Freunde und Verwandte stehen ja immer ein wenig im Verdacht, mehr aus Höflichkeit zu loben ;-)

Nun heißt es, noch ein schönes Etikett zu entwerfen, damit die Flaschen dann in voller Pracht bestaunt und natürlich ihr Inhalt verkostet werden kann.

Februar 2009 - Missgünstige Zeitgenossen oder: Das Türmchen der Stadt Bietigheim

Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Leute in Bietigheim, die in uns (zur Erinnerung: Freizeit-Weingut mit Streuobstwiese) einen Konkurrenten sehen, den es zu bekämpfen gilt. Das Mittel der Wahl: Petzen. So erreichte uns heute folgender Brief vom Presseamt der Stadt Bietigheim-Bissingen:

Bild des Briefs von der Stadt

Unser bisheriges Logo stellte das Bietigheimer "Türmchen" mit einer roten Weintraube anstelle des Bissinger Kreuzes dar. Es symbolisierte passend zum Domainnamen unsere Verbundenheit zu Bietigheim als Heimatstadt. Zwar ist die Rechtslage nicht so eindeutig, wie es nach der Lektüre des Briefes scheinen mag, aber dafür riskieren wir bestimmt keinen teuren Rechtsstreit! Es folgte ein kleiner Briefwechsel, in dem wir dem Presseamt auch Entwürfe für ein abgeändertes Logo vorschlugen, die aber auch abgelehnt wurden. Also bleibt die Website vorerst ohne Logo.

Zum Glück ist Bietigheim doch noch ein bisschen ein Dorf, so dass es nicht lange ein Geheimnis blieb, wer uns angeschwärzt hat...

UPDATE 12.03.2009: Am Ende hatte die Angelegenheit sogar etwas Gutes, führte sie doch zur Wiederentdeckung des alten Grimmschen Familienwappens, dass in Zukunft unsere Website und Weine zieren soll. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Frau Eisele vom Stadtarchiv und Herrn Kurz vom Geschichtsverein!

Trollinger Blanc de Noirs am Ende der Gärung

31. Oktober 2008 - Ende der Gärung

Der Trollinger Blanc de Noirs hat seine Gärung abgeschlossen. Auf dem Bild sieht man den Jungwein im Spindelzylinder. Bis auf einen rosa Schimmer, der durch die Hefezellen sichtbar gemacht wird, sieht man sieht ihm seine rote Herkunft kaum noch an. Die Öchsle-Waage ist bis über das Ende Ihrer Skala eingetaucht - das bedeutet, dass der gesamte Zucker vergoren ist. Nun wird es Zeit, den Jungwein in luftdichte Glasballons zu füllen, wo er die kommenden Monate auf der Feinhefe reifen wird.

18. Oktober - Weinlese 2008

Lese 2008 Gruppenbild
Lese 2008 Abbeeren

Der Most für den 'Trollinger Blanc de noirs' ist direkt nach dem Pressen noch Rosa gefärbt

Morgendämmerung: Dichter Nebel liegt im Enztal am Fuße des Weinbergs, so dass man fast den Eindruck hat, sich über den Wolken zu befinden. Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Reben in ein goldfarbenes Licht. Heute ist es soweit: Der Jahrgang 2008 wird endlich gelesen. Die Trauben sind vollreif und wunderbar aromatisch. Das noch stärkere Ausdünnen im Vergleich zum Vorjahr hat dazu geführt, dass der Ertrag auf etwa 100 Liter reduziert wurde. Der Lohn: Mit über 82 °Oe wurde ein für die Sorte Trollinger außergewöhnlich hohes Mostgewicht erzielt! Die Trauben haben wir sofort nach der Lese mit der Abbeermaschine von den Kämmen (Winzersprache für das Stielgerüst) befreit und nach einer kurzen Maischestandzeit mit der Korbpresse schonend gepresst. Auf dem Bild sieht man, wie der von der Presse ablaufende Most für den 'Trollinger Blanc de Noirs' noch Rosa gefärbt ist. Durch die schnelle Verarbeitung bleibt der Most kühl und kann nun im Keller bei 12 °C schön langsam vergären. Die niedrige Temperatur bremst die Hefe in Ihrer Aktivität und erhält viele Aromen, die sich bei einer stürmischen Gärung verflüchtigen würden.

September & Oktober - Der optimale Lesetermin

Die Bestimmung des Lesetermins war dieses Jahr wieder äußerst spannend. Nach dem frühen Herbsteinbruch mit starken Niederschlägen, hatten wir und viele andere Winzer schon die Sorge, dass der Jahrgang 2008 nicht mehr richtig reif werden würde: Die Mostgewichte stiegen über Wochen hinweg nur minimal und die Trauben bekamen auch nur wenig Wärme ab, so dass auch die Gehalte an Fruchtsäuren nur ganz langsam sanken. Mit dem Ende der Kälteperiode entwickelten die Trauben sich dafür um so schneller und, wie schon 2007, regten kühle Nächte die Pflanzen zur verstärkten Bildung von Aromastoffen an. Nun hieß es Geduld bewahren, um die Lese möglichst lange hinauszuzögern. Dabei gilt es, täglich den Wetterbericht zu studieren, und dabei auf das Ausbleiben von Regenfällen zu spekulieren. In der Zwischenzeit werden die Trauben täglich aromatischer - aber auch täglich weniger, denn Bienen, Hornissen, Wespen und Vögel wissen vollreife Trollinger-Trauben ebenfalls sehr zu schätzen :-). Woche für Woche hatten wir Freunde und Familie in "Lesebereitschaft" versetzt, um dann angesichts des nahezu idealen Witterungsverlaufes dieses Herbstes die Lese wieder und wieder um eine Woche zu hinauszuschieben.

27. September 2008 - Der erste Apfelsaft

Ein ganzer Wagen voller ÄpfelHeute haben wir den ersten Apfelsaft dieses Jahres gepresst und in 10 Liter Bag-in-Box Behälter abgefüllt. Der Saft ist gold-gelb und herrlich aromatisch mit einem Mostgewicht von 50 Grad Oechsle.

20. September 2008 - Besen beim Open-Air

Vielen Dank an alle Gäste, die uns beim Bietigheimer-Besen während des Pur-Konzerts besucht haben! Bei den herbstlichen Temperaturen, die an diesem Septemberabend herrschten, wärmte sich so mancher mit einem Bietigheimer Glühwein auf. Wann wir das nächste Mal geöffnet haben, erfahren Sie dann auf dieser Seite.

Der Bietigheimer Besen auf dem Pferdemarkt

Pferdemarkt-Besen 2008

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal unsere Weine auf dem Bietigheimer Pferdemarkt einem großen Publikum vorgestellt. Wir haben uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut und danken allen unseren Gästen, die unseren Stand auf dem Pferdemarkt besucht haben! Bis zum nächsten Jahr!

Das nächste Mal probieren können Sie unsere Weine während des Pur-Konzerts am 19. und 20. September. Damit Sie sich bei diesem sehr herbstlichen Wetter aufwärmen können, gibt es dann auch selbstgemachten Bietigheimer-Glühwein!

20. August 2008 - Traubenteilen

Das Halbieren der Trauben auf dem ganzen Weinberg ist fertig - der Ertrag für den Herbst ist eingestellt. Damit sind die pflanzenbaulichen Voraussetzungen für einen ausgezeichneten Jahrgang 2008 geschaffen. Nun entscheidet nur noch das Wetter in den nächsten vier bis sechs Wochen über die weitere Entwicklung der Trauben. Am besten wäre für das Aroma ein trockener, sonniger Spätsommer mit kühlen Nächten.

2. August 2008 - Veraison, Verjus und den 2007er verkosten

Die ersten roten Beeren 2008Heute gibt es gleich mehrere Neuigkeiten zu verkünden! Endlich ist es so weit: Der Jahrgang 2007 ist nun trinkreif und wartet darauf, probiert zu werden. Eine erste Gelegenheit dazu wird es auf dem Bietigheimer Pferdemarkt vom 29.8. bis zum 2.9. geben.

Und während sich die ersten Beeren erst zaghaft rot färben, haben wir einen Teil des Weinbergs schon in grünem Zustand gelesen. Warum? Lesen Sie weiter auf der Seite Verjus.

15. Juni 2008 - Blüteende

Die kühle Witterung und die "Schafskälte" haben die Blüte etwas in die Länge gezogen, aber nun sind alle Gescheine verblüht und bald werden die ersten Beerchen sichtbar.

Geschein

23. Mai 2008 - Gescheine kurz vor der Blüte

Die Reben stehen kurz vor der Blüte. Das Bild zeigt die Knospen an einem "Geschein" - so nennt der Winzer die Blütenstände der Weinreben.

Feuersalamander

Feuersalamander!

Der Weinberg bietet auch einigen Feuersalamandern einen Lebensraum. Dieser freundliche Nützling vertilgt zum Beispiel Schnecken und wurde nach dem Foto natürlich wieder freigelassen.

1. Mai 2008 - Der Austrieb beginnt

Die Augen sind aufgebrochen und die Reben beginnen auszutreiben.

Rebschnitt 2008

März 2008 - Rebschnitt

Das neue Weinbaujahr beginnt mit dem Rebschnitt.

27. Oktober 2007 - Ende der Gärung

Gärender Trollinger

Die Gärung ist nun vorüber und der Jungwein wurde vom Geläger abgezogen, um zusammen mit der Feinhefe die nächsten Monate zu reifen. Die Feinhefe enthält viele Aromen, die dem Wein zusätzliche Fruchtigkeit verleihen. Auf dem Bild können sie ein Glas des gärenden Trollingers sehen - die schwebende Hefe lässt den Jungwein hell erscheinen.
Der Jahrgang 2007 verspricht auf jeden Fall Weine von einer Frucht, wie man sie schon seit langem nicht mehr erlebt hat. Das warme Frühjahr und der regenreiche Sommer sorgten dafür, dass die Reben geradezu verwöhnt wurden und keinerlei Trockenstress ausgesetzt waren. Die kühlen Nächte während der letzten Wochen der Reife ließen in den Trauben eine Fülle von sortentypischen Aromastoffen entstehen, die diesen Jahrgang prägen.

10. Oktober 2007 - Pressen der Rotweinmaische

Nach einer Woche Maischegärung haben wir den Trollinger heute abgepresst und lassen ihn nun bei 15 Grad kühl zu Ende gären, damit die ganze Fruchtigkeit erhalten bleibt.

3. und 4. Oktober 2007 - Weinlese

Die WeinleseDie Weinlese

Endlich ist es soweit! Nach Monaten der Vorarbeit haben wir mit der Hilfe von Freunden und Famile die reifen Trauben gelesen. Alle unreifen und fauligen Stellen haben wir an Ort und Stelle herausgeschnitten, damit nur die vollreifen und gesunden Trauben in den Wein gelangen. Um die Trauben möglichst kühl weiterzuverarbeiten, haben wir nur von Sonnenaufgang bis zur Mittagszeit gelesen und den Nachmittag zur Verarbeitung genutzt.

 

1. Oktober 2007 - Die Trauben sind Reif

Die Hagelschäden sind zum Glück nur sehr gering ausgefallen. Die Trauben haben mittlerweile ihre physiologische Reife erreicht und Mostgewicht und Säure stehen in einem harmonischen Verhältnis zueinander - das Aroma ist herrlich und erinnert trollingertypisch an reife Früchte.

18. September 2007 - Hagel

Hagel! Wenige Wochen vor der vor der geplanten Lese hagelt es in Bietigheim. Hoffentlich sind die Schäden nicht zu groß!

13. September 2007 - Bietigheimer-Plakat

Seit heute weist am Weinberg das Bietigheimer-Plakat auf diese Internetseite hin.

5. September 2007 - Weinberg im Garten anlegen

Einschlagen der Stickel mit der 'Rammkatze'

Im Garten von Rolands Großeltern legen wir einen kleinen Hausweinberg an. Im April pflanzten wir fünfzig Reben der Sorten Lemberger und Cabernet Mitos und heute haben wir mit einer 'Rammkatze' die Stahlstickel für das Spalier eingeschlagen. Anschließend wurden noch die Biegedrähte gespannt.

31. August 2007 - Fortschritt der Reife

Reifende Trauben Ende August

In Bietigheim beginnt der Pferdemarkt und die Traubenreife schreitet weiter fort. Das Bild zeigt die gleiche Traube wie auf dem Bild vom 15. August! 2007 wird möglicherweise der früheste Jahrgang aller Zeiten! Wir fangen jetzt mit der Vorbereitung für das 'Herbsten' an, stellen alle Geräte bereit und 'warnen' unsere Helfer vor, damit bei der Lese und beim Keltern alles klappt.

16. August 2007 - Zweiter Laubschnitt

Es war Zeit für einen zweiten Laubschnitt, damit die Reben Ihre ganze Kraft in die Trauben leiten, anstatt weiter in die Länge zu wachsen.

15. August 2007 - Die meisten Beeren zeigen Farbe

Bild vom Reifebeginn

Mittlerweile zeigen fast alle Trauben Farbe! Die Beeren, die noch grün sind, haben wir herausgeschnitten, damit alle Trauben bei der Lese gleichmäßig reif sind. Außerdem haben wir nun auch die Südseite der Traubenzone entblättert. Die Trauben reifen so im direkten Sonnenlicht und trocknen nach Regen oder Tau schneller ab.

Bild der ersten gefärbten Beeren

26. Juli 2007 - Beginn der Traubenreife

Die ersten Beeren beginnen sich zu färben - die Traubenreife beginnt! Die Reben haben damit immer noch 2 Wochen Entwicklungsvorsprung vor dem langjährigen Durchschnitt. Die Begrünung musste wieder zurückgeschnitten werden.

16. Juli 2007 - Sonnenbrand

Durch den extremen Wetterumschwung mit Temperaturen bis fast 40 Grad im Schatten kam es an vielen Trauben zu Sonnenbrand. Die betroffenen Beeren werden eintrocknen und fallen später ab. Optimistisch betrachtet wird durch diese natürliche Ertragsreduktion die Qualität der restlichen Trauben vielleicht noch etwas besser werden.

Bild vom Traubenteilen

29. Juni 2007 - Trauben halbieren

Die Zeit zum Traubenteilen ist gekommen. Um den Ertrag zu reduzieren wird jede Traube in der Mitte auseinandergeschnitten. Die verbleibenden Beeren erreichen dadurch eine viel bessere Qualität, da die Rebe nun nur noch die Hälfte der Beeren versorgen muss. Auch reifen die Trauben gleichmäßiger und bleiben gesünder.

23. Juni 2007 - Laubschnitt

Die Triebe sind schon so lang, dass der erste Laubschnitt ansteht. Dabei werden die Triebe knapp über den Stickeln mit der Heckenschere eingekürzt. Bei der Gelegenheit wird auch gleich die Begrünung zurückgeschnitten.

10. Juni 2007 - Entblättern

Das Entblättern der Nordseite der Traubenzone ist fertig. Diese qualitätsfördernde Maßnahme sorgt dafür, daß die Beerenhäute durch das Sonnenlicht dicker werden. Auch der Entwicklung von Pilzen wird damit vorgebeugt, damit die Trauben gesund bleiben.

23. Mai 2007 - Früheste Blüte

Die Gescheine stehen in voller Blüte - so früh wie noch nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen! Die Reben sind damit immer noch 3 Wochen früher dran als in einem durchschnittlichen Jahr.

April 2007 - Früher Jahrgang & Laubarbeiten

Das schöne, sonnige Wetter lässt die Reben sich prächtig entwickeln und weckt Hoffnungen auf einen Rekord-Jahrgang. Die Reben sind 3 Wochen früher dran als im Durchschnitt - sogar noch vor 2003!
Die Laubarbeiten beginnen: Die langen Triebe werden nun regelmäßig zwischen die Drähte gefädelt, damit sie nicht durch Wind oder ihr eigenes Gewicht abbrechen. Diese Arbeit nennt man auch "heften". Kümmerliche Triebe und Stammaustriebe werden ausgebrochen.

März 2007 - Rebschnitt

Der Rebschnitt ist abgeschlossen und der Weinberg wurde auf Flachbögen umgestellt. So fällt später das Entblättern leichter und jeder Trieb kann bis zur gleichen Länge wachsen.